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Mannschaftswettbewerb Mathematik der Klasse 9 in Magdeburg

Am Dienstag, dem 10. März 2015, fand am Werner-von-Siemens-Gymnasium in Magdeburg der Mannschaftswettbewerb Mathematik für die Klassen 9 der mathematisch-naturwissenschaftlich vertieften Spezialschulen mittel- und ostdeutscher Bundesländer statt. Das Johannes-Kepler-Gymnasium Chemnitz beteiligte sich daran mit zwei Mannschaften aus dem Drehtürunterricht unter Leitung von Herrn Hauschild und Frau Rößler sowie herausragendem Erfolg.

Frühmorgens um 6:36 Uhr hatten wir das Glück, noch vor dem tatsächlichen Erwachen der meisten Teilnehmer in Richtung Leipzig abfahren zu dürfen - allerdings mit einem Mitglied weniger als geplant, da Paula Böhlmann bedauerlicherweise krankheitsbedingt ausfiel. Nichtsdestotrotz konnten wir in den nachfolgenden zweieinhalb Stunden der Fahrt (welche übrigens überraschenderweise reibungsfrei verlief, DB Fernverkehr sei Dank) neben dem Austausch von allerlei Meinungen und diversen Schwänken aus der Jugendzeit auch eine vernünftige Teameinteilung festlegen. Letztlich hatten wir bei unserer Ankunft am Werner-von-Siemens-Gymnasium kurz nach 9:15 Uhr noch genügend Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang um das im modernistischen Baustil sanierte Schulhaus. Nach einer kurzen Begrüßung (und der Wiedersehensfreude mit anderen Teilnehmern) ging es schließlich ab 10:30 Uhr an die zweistündige Klausur. Jan Bonitz (Klasse 9v1), Ronja Neumeister (Klasse 9v2) und Robin Frigge (Klasse 9v2) bildeten Mannschaft 5; Annegret Seibt (Klasse 9v1) und Samuel V. Borodi (Klasse 9v1) stellten Mannschaft 16. Nachfolgend ein Aufgabenbeispiel aus der Klausur:

Aufgabe 1, Teil 2:

Es gibt vier Arten, mit dem Schwert Excalibur zuzuschlagen: Mit je einem Schlag kann man entweder einen Kopf oder einen Schwanz oder zwei Köpfe oder zwei Schwänze abschlagen. Aber der dicke Drache besitzt auch besondere Kräfte: Schlägt man einen Kopf ab, so wächst wieder ein Kopf nach. Schlägt man einen Schwanz ab, so wachsen zwei Schwänze nach. Schlägt man zwei Köpfe ab, so wächst nichts nach. Schlägt man zwei Schwänze ab, so wächst ein Kopf nach. Ermittle die kleinste Zahl von Schwertschlägen, mit der dem Drachen alle drei Köpfe und alle drei Schwänze abgeschlagen werden können und zeige, dass dieses Ziel mit keiner kleineren Zahl erreichbar ist.

Nach der Klausur vertrieben wir uns die restliche Zeit bis zur Siegerehrung mit dem Austausch der Lösungsideen, mit Unterhaltungen sowie Kartenspielen. Das Mittagessen rollte dabei mit »einiger« Verspätung an, was wohl in der prekären Finanzlage Sachsen-Anhalts begründet liegt. Schließlich begann nach einer halbwegs erträglichen Wartezeit die Siegerehrung, die 15:00 Uhr den Tag abrundete.

PlatzMannschaftPunkte
1.Goetheschule Ilmenau30
2.Johannes-Kepler-Gymnasium Chemnitz (A. Seibt, S. V. Borodi)28
3.Landesschule Pforta26
4.Carl-Zeiss-Gymnasium Jena25
Johannes-Kepler-Gymnasium Chemnitz (J. Bonitz, R. Frigge, R. Neumeister)25
5.Werner-von-Siemens-Gymnasium Magdeburg23
Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden23

Unter den 16 teilnehmenden Mannschaften erzielten Jan, Ronja und Robin - nur einen Punkt hinter der Landesschule Pforta - einen ehrenvollen 4. Platz. Mit nur zwei fehlenden Punkten konnten sich Annegret und Samuel über einen 2. Platz freuen. Der Pokal ging dieses Jahr mit voller Punktzahl an die Goetheschule Ilmenau. Nach einem gemeinschaftlichen Eisessen in der Magdeburger Innenstadt, von Herrn Hauschild großzügig spendiert, fuhren wir - paradoxerweise wieder ohne Zwischenfälle - heim, wo wir 19:24 Uhr wohlbehalten und zufrieden ankamen. Oder auch nicht ganz wohlbehalten ... Die anspruchsvolle Rätselrunde auf der Rückfahrt trieb die meisten in den Wahnsinn.

© Samuel V. Borodi (12.03.2015)

12.03.2015